Corona verändert Einkaufsverhalten im E-Commerce

 

Kommentar

Bielefeld, 17. Juni 2020 – Ein Virus hält die Wirtschaft in Atem. Die Zeiten der Hamsterkäufe sind zwar weitestgehend vorbei. Aber auch jetzt noch nehmen wir als Logistikdienstleister mit einem Schwerpunkt im Bereich E-Commerce starke Veränderungen im Einkaufsverhalten wahr. Und die sind mitten aus dem Leben gegriffen.

Unser Vertriebsleiter Thomas Finke gibt einen Einblick: „Wir sehen ganz eindeutig, dass das Einkaufsverhalten einer Logik folgt, die auch sehr gut nachvollziehbar ist. So gab es im Bereich Fashion und Textil zu Beginn der Krise einen deutlichen Rückgang, was das Bestellaufkommen angeht. Gerade bei speziellen Sortimenten aus den Bereichen Reisen und Outdoor. Gleichzeitig boomten die Bestellungen von Fast Moving Consumer Goods, vor allem bei den Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln, OTC-Produkten und Tierfutter, denn niemand möchte sich und seine geliebten Vierbeiner unversorgt wissen. Durch die weitreichenden, bundesweiten Maßnahmen und Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie verbrachten die Verbraucher viel Zeit zu Hause. In Folge konnten wir einen deutlichen Anstieg an Bestellungen im Bereich Heimtrainer und Erotikartikel verzeichnen.“

Große Herausforderung
Ein erhöhtes Bestellaufkommen ist natürlich sehr positiv. Jedoch steigen durch COVID-19 auch die Logistikkosten. Durch zusätzliche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen steigt der Flächen- und Personalbedarf. Auch Lieferengpässe beim Bezug von Verbrauchsmaterialien wie zum Beispiel Kartonagen oder die zum Teil völlig überlasteten Netze der Paketdienstleister erschwerten die Situation teilweise erheblich. Das Auftragsvolumen lag in der Spitze höher als an einem Black Friday oder im Weihnachtsgeschäft. „Wir mussten kurzfristig zusätzliche Kapazitäten schaffen und das Personal aufstocken, um alle Aufträge zeitgerecht bearbeiten zu können“, nennt Thomas Finke zwei der größten Herausforderungen. Trotz allem ist er positiv gestimmt: „Diese Krise ist für uns alle eine große Herausforderung. Wir bei B+S sind, auch wenn es in dem Zusammenhang unpassend klingt, dankbar für unsere Situation, weil wir weiter für unsere Kunden da sein können. Anderen Branchen geht es aktuell nicht so gut. Das muss man sich bei all der Arbeit auch immer wieder vor Augen führen.“

Aus der Not wird eine Tugend
Aktuell erkennt Thomas Finke eine Entwicklung in Richtung Normalität: „COVID-19 ist weiterhin präsent, aber das Wetter war zuletzt sehr gut und die Menschen machen das Beste aus der aktuellen Situation. Da steigt bei den Verbrauchern auch die Lust auf und der Bedarf an Sommerkleidung. Daher verzeichnen wir im Bereich Fashion und Outdoor aktuell wieder steigende Versandmengen. Denn auch in Deutschland und im eigenen Garten lässt es sich trotz der Corona-Krise wunderbar wandern und entspannen. So machen die Verbraucher aus der Not, nicht verreisen zu können, eine Tugend. Und dafür brauchen sie die passende Ausstattung.“